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Groupshow
Vom 04. bis zum 24. Oktober laden Tony Franz und Feinkunst Krüger ein zu einer Gruppenausstellung zum Thema Text und Schrift mit 34 Künstler*innen. Zusätzlich zur Ausstellung im oberen Raum wird Tony Franz
das Basement in seinen ganz eigenen installativen Raum verwandeln.
Zur Vernissage am Samstag den 03. Oktober ab 20:00 Uhr laden wir herzlich ein.
Die geplante Ausstellung untersucht die vielfältigen Rollen, die Text im kunsthistorischen wie im zeitgenössischen Kontext einnehmen kann. Im Mittelpunkt steht ein bewusst verdichteter Raum: ein Ort, an dem Werke eng nebeneinanderstehen, sich gegenseitig berühren, überlagern, kommentieren – ohne einander zu erdrücken. Die Überfüllung wird zum Prinzip: Texte verschwimmen, Werke rücken zusammen und öffnen dadurch neue Blickachsen und Bedeutungsräume. Jedes einzelne Objekt behält seinen Respekt- und Resonanzraum, wird jedoch zugleich Teil einer größeren, gemeinsamen Installation.
Text als Inhalt
Viele der gezeigten Arbeiten begreifen Schrift nicht als Beiwerk, sondern als konstitutives Element. Wörter, Buchstaben und Notationen strukturieren Bildräume, dringen in Objekte ein oder entstehen in ihnen. Materialien wie Tastaturen, Stifte oder typografische Fragmente verweisen auf die physischen Ursprünge des Schreibens und öffnen Assoziationsketten, die über das Werk hinausreichen. Text wird hier nicht gelesen, sondern erlebt: als Form, Material und Bedeutungsträger.
High/Low
Die Ausstellung spielt bewusst mit kulturellen Hierarchien. Werbetexte, grafische Gestaltungselemente und alltägliche Schriftbilder treten in Dialog mit bildender Kunst. Dieses Spannungsfeld zwischen High und Low schafft Reibungspunkte, aber auch fließende Übergänge: Die Grenze zwischen angewandter und freier Kunst wird durchlässig, Text fungiert als verbindendes Element zwischen ästhetischen Systemen.
Neu/Alt
Historische Werke ergänzen die zeitgenössischen Positionen und erweitern die Perspektive in die Tiefe der Zeit. Durch die Integration älterer Arbeiten entstehen Verbindungen über Epochen hinweg – von frühen textbasierten Experimenten bis zu heutigen Praktiken, die Schrift als visuelles, materielles und konzeptuelles Werkzeug nutzen. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich und intensivieren die Frage, wie Text in der Kunst wirkt, wenn man ihn nicht nur liest, sondern räumlich erfährt.
Die Ausstellung versteht sich als offener Denkraum. Sie lädt dazu ein, Text als künstlerische Praxis neu wahrzunehmen – als Spur, Stimme, Struktur, Oberfläche und Bedeutungsschicht. In der Verdichtung, im Nebeneinander und im Dialog der Werke entsteht ein Raum, der die Grenzen des Lesbaren erweitert und Schrift als lebendige, sich ständig verändernde Form sichtbar macht.
Künstler*innen:
Elsbeth Arlt (Sammlung Thomas Judisch), Christiane Baumgartner (Sammlung arm-h), Arno Beck, Alex Brade, Noemi Durighello, Alexander Endrullat, Lucie Freynhagen, Martin Gross, Jana Gunstheimer, Enne Haehnle, Anna Haifisch, Paule Hammer, Markus Heller, Nina Holzweg Theo Huber, Gabriela Jolowicz, Thomas Judisch, Anja Kaiser, Tilman Knop, Philip Loersch, Nina Kummer, Stefan Marx, Anne Neukamp, Osmar Osten, A.R. Penck (Sammlung Stefan Heinemann), Alexander Pröpster, Thomas Scheibitz (Sammlung Stefan Heinemann), Matti Schulz, Josefine Schulz, Ruth Unger, Stefan Vogel, Georg Weißbach, Silvio Zesch, Frank Zitzmann